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Presse: |
Aktuelle Presse 2003 (2) |
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Notes 10 / 2003: |
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Aktuelle Presse 2003 |
Michels: The Essential Collection / Das Beste (WSM) |
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Eine eminent wichtige Ausgrabung aus den Warner-Archiven, denn der deutsche Singer/Songwriter Wolfgang Michels dürfte heute zu Unrecht fast vergessen sein. In den frühen 70er versuchte er zunächst mit der ersten deutschen Indie-Band Percewood’s Onagram eine durchaus eigenständige deutsche Folkrock-Version zu basteln, die nichts mit gängigem Krautrock oder Prog Rock zu tun hatte, viel jedoch mit amerikanischem, psychedelischem Westcoast-Sound. Im Sommer 1977 erschien dann Full Moon California Sunset, ein Solo-Album von Michels, das er in den Pacific Recording Studios (San Francisco) mit amerikanischen Musikern und hörbar von Neil Young beeinflusst aufgenommen hatte, und war sofort Sounds-Liebling und hatte mit Love Takes You Everywhere und Ramona From Roma sogar kleine Radio-Hits in Deutschland. [...] Wie das Nachfolgealbum Crazy Enough mit dem wunderbar arrangierten Titelsong gilt Full Moon längst als akustisches Pendant zu etwa Bad News Reunion oder Improved Sound Limited, also einer Spielart amerikanischer Musik, made in Germany, mit viel Licht und viel Schatten. [...] Um 1980 begann Michels dann auf Anregung von Alexis Korner deutsche Texte zu schreiben, oft in engem Kontakt zu Rio Reiser - und spielte bis 1985 drei Alben mit allerlei hörenswerten, intelligent arrangierten Songs ein, die auch schon mit Reggae-Rhythmen kokettieren. Manche ‚politische‘ Texte aus den friedensbewegten 80ern klingen vielleicht heute etwas antiquiert und naiv, transportieren aber unüberhörbar den Spirit von Rio Reiser. Mit Tanz auf dem Vulkan war Wolfgang Michels, der eigensinnige Außenseiter, dann plötzlich auf der Höhe der Zeit der NDW. Der Song könnte ihnen gut gefallen, wenn sie Wir Sind Helden mögen. |
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Ulrich Kriest |
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Musikexpress 10 / 2003: |
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Percewood’s Onagram |
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Wolfgang Michels |
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Neun Re-Releases |
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Folk-Rock: Gesamtwerk eines ewig verkannten Genies. |
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Pioniere und Kultfiguren sind in Deutschland
rar. Der Gitarrist, Sänger und Komponist Wolfgang Michels
vereint beides in seiner Person. Von der Neo-Folk-Szene wird er
weltweit verehrt und kann mir den neun digital remasterten und
mit zahlreichen Bonustracks ausgestatteten Neueditionen seines
Oeuvres eine positive Bilanz seiner langjährigen Karriere
ziehen. |
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Mike Köhler |
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Lautstark (laut.de) 10 / 2003: |
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Oldie Markt 10 / 2003: |
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Michels CD-Reissues |
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Wolfgang Michels ist einer der Außenseiter der deutschen Rockmusik. Das hat wohl vor allem damit zu tun, dass er sich in seiner ganzen Karriere konsequent dem Mainstream verweigerte und nur seinem eigenen Weg folgte. Dennoch hatte er Erfolg. Teilweise verkaufte er von seinen Alben 40.000 Stück und die Kritik bejubelte seine Produktionen als eigenständigen Beitrag zur internationalen Singer/Songwriter-Bewegung, während er für sich den Begriff Acoustic Rock prägte. Jetzt gibt es seine Soloplatten auf Telefunken erstmals total überarbeitet und mit einer Fülle von Bonustracks. Das trifft beispielsweise auf seinen absoluten Klassiker, die in Kalifornien entstandene LP Full Moon California Sunset von 1977 zu, auf der er nach seinen Jahren mit Percewood’s Onagram - deren LPs ebenfalls neu aufgelegt werden - seine Vision so erfolgreich umsetzte, dass er die Rockpresse überraschte und zu Lobgesängen zwang. Das war ist nämlich kein Abklatsch der Singer/Songwriter-Schule der USA, sondern ein völlig eigenständiger Beitrag, der nicht nur durch die Mischung akustischer und elektrischer Klänge, sondern auch durch die Lieder und den Gesang von Michels zu jeder Zeit überzeugte. Die neue Reissue kommt mit sechs Bonustracks, darunter drei bislang völlig unveröffentlichten, zu denen eine Live-Version von Summer Song zählt. |
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Wie so oft in der Karriere von Wolfgang Michels folgte dem Geniestreich ein Vertrag mit einem Label, das sich damals scheinbar vor allem darin übte, seinen Künstler möglichst krass über den Tisch zu ziehen. So wurden beispielsweise mehr Platten gepresst, als die, die mit Michels abrechnet wurden. Nach einem weiteren, ebenso gelungenen Album, das er wiederum in Kalifornien eingespielt hatte (Crazy Enough fasste er den Entschluss, fortan in deutscher Sprache zu singen, was zwar den musikalischen Gehalt nicht änderte, wohl aber die Akzeptanz bei vielen Journalisten, die diesen Wandel nie verstehen konnten. So driftete er spätestens nach dem 1981er Album Irgendwas stimmt hier nicht mit Keine Probleme 1983 ins Abseits, trotz der unbestreitbaren Tatsache, dass das von der Substanz her derselbe Michels war, der zuvor von der Kritik umjubelt worden war. Einige Songs hier waren zusammen mit Rio Reiser geschrieben worden, der auch auf den Bonustracks mitwirkte. Sicher war das etwas poppiger, aber sowohl die Musik als auch die Texte fielen gegenüber seinen US-Platten keinen Deut ab. |
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Diese Missachtung führte leider dazu, dass seine vielleicht beste LP in deutsch, die 85er Produktion Bei Mondschein fast gänzlich übersehen wurde, obwohl er da die Synthese aus seinem frühen Stil und neuen, melodischeren Songs so weit vorangetrieben hatte wie möglich. 7 Bonustracks machen aus der Scheibe heute fast eine neue Platte, toll ist sie nach wie vor. Gerade im Hinblick auf seine kontinuierliche Steigerung ist es ein Jammer, dass danach erst einmal Schluss war. |
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Wer sich die verschiedenen Phasen in seiner Karriere geballt zu Gemüte fügen will, dem seien die beiden Sampler Das Beste und The Essential Collection ans Herz gelegt, die seine ganze Solokarriere Revue passieren lassen. Auf dem englischen Sampler wird man noch die Tracks finden, die Michels 1990 unter dem Pseudonym Percewood in die Charts bugsierten und die, mit denen er 1994 sein musikalisches Konzept des akustischen Rock modernisierte und weiterentwickelte. Alle diese Tracks zeigen einen eigenständigen Künstler, der sich nie von seinem als richtig erkannten Weg abbringen ließ und während der gesamten Zeit tolle Musik herstellte. |
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Martin Reichhold |
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für Good Times 10 / 2003: |
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Rock: MICHELS - THE ESSENTIELL COLLECTION + DAS BESTE |
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Das Fazit steht seit langem fest: Michels gehört zur seltenen Spezies international konkurrenzfähiger deutscher Rock-Stars. Perfekte Songs in ureigener Handschrift, in denen sich mit lässiger Eleganz Westcoast-Feeling, Folk und Country, Rhythm&Blues-Ansätze. Jazz-Raffinesse und die hochmelodische Balladenform vereinen. Ein Mann zwischen (viel) Dylan, (wenig) Jagger und (etwas) Al Stewart. Macht - dank eigener Persönlichkeit - in der Summe Wolfgang Michels. Soeben wurde sein Gesamtwerk mit massig Bonustracks erneut veröffentlicht: Vier Alben mit der Band Percewood´s Onagram; zwei englischsprachige Soloalben und drei mit deutschen Liedern ohne jede Anbindung an Krautrock oder gar NDW. |
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Zusätzlich gibt es zwei Sampler für Neueinsteiger. DAS BESTE bringt, teilweise unter Mitarbeit von Rio Reiser entstandene Michels-Klassiker wie "Bei Mondschein", "Unten im Keller" und "Ich leb wohl auf ´ner Insel". THE ESSENTIELL COLLECTION berücksichtigt nur Songs der Soloalben, von denen "Ramona From Roma", "Waiting For The Spring" und "Desert Walker" die besten sind. Vier scharfe Songs stammen zudem von seltenen Singles der neunziger Jahre. (WSM, 18/78:16 + 18/74:35) |
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Hans-Jürgen Günther |
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Nordwest-Zeitung, 15.10.2003: |
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Kultplatten und andere klingende Überraschungen |
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NEUE CDS: Popmusiker Wolfgang Michels blickt auf seine Karriere zurück |
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Was treibt einen Musiker, der in den 1970er und 1980er Jahren zu den Innovativsten der deutschen Rock- und Folkszene zählte, dazu, sein gesamtes Werk im Jahr 2003 erneut zu veröffentlichen, aufpoliert mit aktueller digitaler Technik? Bei Wolfgang Michels ist es wohl der Druck der frühen Fans und der, die ihn jetzt durch Zufall entdeckt haben. Doch auch der Zeitpunkt spielt eine Rolle, die Songs von Michels passen gut zur Renaissance eines Tim Hardin, Nick Drake, Tim Buckley oder Rio Reiser. Neun CDs (vier mit seiner Band Percewood’s Onagram, fünf als Solist) sind Ende September bei Warner Music erschienen, versehen mit Bonus-Tracks, die die Entwicklung des rockenden Liedermachers dokumentieren. “First Album” (1969): Die Kultplatte schlechthin. Unter einfachsten Bedingungen aufgenommen (Folkgaragen-Sound) zeigt sie bereits Michels‘ Gespür für Melodien. “Lessons For Virgins” (1971): Etwas mehr in Richtung Rock. P.O. suchen weiter nach ihrer Bestimmung. “Tropical Brainforest” (1972): Michels hat die Studiotechnik im Griff und produziert erste Hits (Titelsong, “Creature Called Man”). “Ameurope” (1974): Die professionelle Weiterentwicklung von “Brainforest” - und zugleich das Ende von Percewood’s Onagram. “Full Moon California Sunset” (1977): Das Meisterwerk. Der Zufallsgenerator des CD-Players kann machen, was er will, er trifft immer auf einen Hit. Michels‘ erstes Solo-Album entstand in Kalifornien, und dessen zurückgelehnte Atmosphäre durchzieht sämtliche Aufnahmen. Über 100 000-mal verkauft. “Crazy Enough” (1979): Der zweite Wurf made in USA, der das Niveau von “Full Moon” fast erreicht. “Irgendwas stimmt hier nicht” (1981): Die Sensation. Michels singt deutsch. Das Album mit gesellschaftskritischen Texten steht weit über dem übrigen Output jener Zeit. Michels orientiert sich in Form und Inhalt an Rio Reisers Stil, ohne zu kopieren. “Keine Probleme” (1983): Michels optimiert die deutsche Schiene (unterstützt von Rio Reiser), ist zornig und hält zugleich Innenschau. “Bei Mondschein” (1985): Das wohl persönlichste Album des Singer / Songwriters. Gewissermaßen der deutsche Gegenentwurf zum anglo-amerikanischen “Full Moon California Sunset”. Aus Anlass der CD-Wiederveröffentlichungen (ergänzt durch zwei Best-Of-Alben) geht Michels (Gitarre, Gesang) mit Nils Tuxen (Gitarre, Dobro, Mandoline) auf eine “Unplugged”-Tour mit Stationen in ganz Deutschland. |
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Klaus Fricke |
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Teleschau 44 / 2003: |
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