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Herzlich willkommen!





Irgendwas stimmt hier nicht:

Bitte sehr
Wenn ich mich so fühl wie heute
Tanz auf dem Vulkan
Unten im Keller
Jimmy bleib hier
Wir woll’n keine Kriege mehr
Irgendwas stimmt hier nicht
Blues Man
Helden am Straßenrand
Deine Liebe
Weißt Du noch was Liebe ist

 
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Song-Texte:

Bitte sehr

Manchmal hast Du Angst
Vor den Mächt'n dieser Welt
Und Du willst d'rüber reden, bitte sehr - komm' doch her
Ich denk' genau wie Du und hab' auch keine Ruh'
Morgen kann's zu spät sein, dann geht hier nichts mehr
Bitte sehr
Wenn die dunklen Wolken hier im Norden
Uns die letzten Sonnenstrahlen morden
Und es kalt wird, geh'n wir Arm in Arm
Und halten uns warm

Du glaubst zwar nicht daran
Daß der Mensch so blöd sein kann
Alles, was ihm lieb ist, auch zu zerstör'n
Wir hab'n Augen, um zu seh'n
Einen Kopf, um vieles zu versteh'n
Und auch noch zwei Ohren, um alles zu hör'n
Bitte sehr
Wenn die dunklen Wolken hier im Norden
Uns die letzten Sonnenstrahlen morden
Und es kalt wird, geh'n wir Arm in Arm
Und halten uns warm

Wir kämpfen nicht mit Waffen
Und wir kämpfen auch nicht mit Geld
Wir sagen einfach laut, was uns hier nicht gefällt
Sicher hält man uns für Träumer
Denn wir kämpfen für 'ne bess're Welt
Wo der Mensch noch was zählt und nicht nur das Geld
Bitte sehr
Wenn auch dunkle Wolken aus dem Westen
Uns das Klima hier auch noch verpesten
Und es kalt wird, geh'n wir Arm in Arm
Und halten uns warm - Arm in Arm
Wir halten uns warm Arm in Arm ...


Text & Musik; W. Michels am 4. Oktober 1980

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Wenn ich mich so fühl' wie heute

Am Fluß der Zeit, da steht 'n altes Haus
Und ich guck oft aus 'm Fenster raus
Und die Gedanken, sie reisen mit dem Wind
Und die Zeit zerrinnt
Dann bin ich zufrieden mit mir

Gestern sah ich, wie der Wind mit den Wellen spielt
Und das Boot nicht mehr ans Ufer kam
Und ich spürte, wie Leben schnell zerrinnt
Und ich wünschte, ich wär 'n Kind
Würde nicht viel wissen und wenig nur seh'n

Wenn ich mich so fühl' wie heute
Dann möcht' ich ganz gern 2 x leben
Wenn ich mich so fühl' wie heute ist es gut
Wenn ich mich so fühl' wie gestern
Dann hab' ich keinen Mut
Dann bin ich vielleicht traurig, so wie Du

Wenn Du fühlst, wie schnell die Zeit vergeht
Dann weißt Du auch, daß man ein Leben lebt
Lebst Sekunden, als wären es zwei Stunden
Einen Tag wie ein Jahr
Und dann weißt Du, daß Zeit da war

Zeit, um vieles zu erleben
Zeit, um vieles noch zu tun
Und auch noch die Zeit, Dich auszuruh'n
Zeit, um lange nachzudenken
Zeit zum Abschied nehmen
Und Du kannst dann zufrieden von hier geh'n


Text & Musik: W. Michels im Juli 1980

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Tanz auf dem Vulkan

Die Bombe tickt und Zeit vergeht
Kurz vor zwölf, fast zu spät
Wer noch richtig tickt, versteht
Jawohl, wir tanzen auf dem Vulkan

Ich weiß nicht, was ich sagen soll
Hab' die Schnauze langsam voll
Weiß nicht, was ich tun soll
Einfach tanzen auf dem Vulkan

Oh Mei My Mei
Oh Mei Mei Meih
Oh Ma-ma-ma
Wir tanzen auf dem Vulkan
Der Untergang ist schon geplant

Depression am Telefon
In Ost und West nur Aggression
Weiß nicht, was ich tun soll
Einfach tanzen auf dem Vulkan

Und abends Chaos im TV
In Nahost und in Italy
In BRD und im Iran
Da tanzen sie auf dem Vulkan

Oh Mei My Mei ...

Atomare Rüstungspest
In the east and in the west
Gibt uns allen noch den Rest
Doch wir tanzen auf dem Vulkan

Dreh' Dein Radio mal voll auf
Laß den Dingen ihren Lauf
Und zum letzten Ausverkauf
Laß und tanzen auf dem Vulkan ...


Text & Musik: W. Michels im August 1980 und Januar 1981

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Unten im Keller

Ich kannt 'n Mädchen
Die hieß Nena
Ich hatte sie sehr gern
Ich wollt' sie greifen
Für immer hab'n
Ich griff wohl nach den Sternen

Ja, das Leben ist schon ein Theater, Mann
Ich spiel' so gut ich kann
Und wenn ich nicht mehr weiter weiß
Nicht mehr weiter weiß
Dann fang' ich neu von vorne an

Unten im Keller
Da ist es dunkel
Und so sieht's in meinem Leben manchmal aus
Gut und böse, feucht und trocken - ganz egal
Ich versuch's noch mal
Und wenn ich nicht mehr weiter kann
Nicht mehr weiter weiß
Dann fang' ich neu von vorne an

Ja, ja, die Liebe
Die macht uns Freude
Und manchmal macht sie uns kaputt
Dann ist es dunkel
Wie da im Keller
Und so sieht's eben im Leben manchmal aus
Mit der Liebe ist das so 'n Theater, Mann
Ich spiel' so gut ich kann
Und wenn ich nicht mehr weiter weiß
Nicht mehr weiter weiß
Dann fang' ich neu von vorne an


Text & Musik: W. Michels im Oktober 1980

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Jimmy bleib hier

Ich sprach mit Jimmy heut' am Telefon
Der sagt, sag' mal, weißt Du das schon
Ich geh' jetzt weg von hier
Hab' keine Lust mehr, in Betonklötzen zu wohn'n
Ich sag', wo willst Du hin
Er sagt, weiß nicht genau
Ich weiß nur, ich will dahin geh'n
Wo die Luft noch rein ist
Wo's noch Liebe und Zeit gibt
Und Menschen
Die nicht reden von Krieg

Jimmy, bleib' hier, wir brauchen Dich
Ohne Dich, Jimmy, ändert sich nichts
Hier bei uns

Flucht vor dem Übel is'ne Flucht ohne Ziel
Du änderst damit nicht viel
Geh' auf die Straße, schreib's an die Wände
Was Dir hier nicht mehr paßt

Jimmy, sei tapfer und gib doch nicht auf
Sonst sind wir bald alle verkauft
Jimmy, bleib' hier, Dein Problem ist erkannt
Bald weiß es jeder im Land

Jimmt, bleib' hier, ich helfe Dir
Ohne Dich, Jimmy, ändert sich nix hier
Bei uns


Text & Musik: W. Michels im Februar 1980

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Wir woll’n keine Kriege mehr

Angelique und Christine
Sara, Liza und Jane, dieses Lied ist für Dich
Annegret und Catherine
Hallo, Sara-Marie, dieses Lied ist auch für Dich

Verena, Karin und Claus
Caroline und David, dies Lied ist für Dich
Tanja, Maike und Jil
Hallo, Manfred und Wolfgang, dies Lied ist auch für Dich

Die Sirenen wimmern grausam
In der Ferne schon Alarm
Aber wohin soll'n wir geh'n
Wohin werden uns die Winde bald weh'n

We don't want no war no more
Wir woll'n keine Kriege mehr
Nous ne voulons plus de guerre
Hallo Nena, Hallo Peter, Hallo Manuel

Rüdiger und Lanrue,
Rio, Richard und Leo, dies Lied ist für Dich
Amelie, Jean-Marie
Eddy, Ecki und Andy, dies Lied ist auch für Dich

Sabine, Steve und Jaqueline
Jonas, Jutta und John, dieses Lied ist für Dich
Jean-Noël und auch Bernd
Axel, Michael, Tamara, this song is for you

Die Sirenen klagen leise
Noch weit weg und doch schon nah
Aber wohin soll'n wir geh'n
Wohin werden uns die Winde noch weh'n

We don't want no war no more
Wir woll'n keine Kriege mehr
Nous ne voulons plus de guerre
Hallo Nena, Hallo Peter, Hallo Israel


Text & Musik: W. Michels im Herbst 1979 und Juni 1981

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Irgendwas stimmt hier nicht

Ich versteh' nicht viel von Politik
Doch ich weiß genau, keiner will Krieg
Trotzdem werden hier noch Panzer gebaut
Und die Jungs gleich nach der Schule geklaut

Dann geht's gleich ab, marsch, marsch, zum Bund
Da lernt man Männchen machen wie 'n Hund
Da lernt man, wie man Menschen fix killt
Da lernt man, daß ein Leben nix gilt

Und wer verweigert, den fragt man doch glatt
Wieso gerade er ein Gewissen hat
Und die Gebote, die man uns lehrt
Sind plötzlich überhaupt nix mehr wert

Irgendwas stimmt hier nicht
Das weißt du genau wie ich
Ich verlier' lieber mein Gesicht
Als daß ich später sage: wieso hast Du nicht
Schon früher Deinen Mund aufgemacht

Ich versteh' nicht viel von Umweltschutz
Doch ich spür' sehr wohl den Wohlstandsschmutz
Riech' das Gift, das bis zum Himmel stinkt
Seh' den Fisch, der tot im Flußbett schwimmt

Herr Fortschritt rief die Geister wach
Und schreitet fort und läßt nicht nach
Und der nächste tote Fisch bist Du
Nur weiter so - Affe tot - Deckel zu

Und wenn der letzte Baum die Blätter wirft
Und er letzte in den A-Bunker schlürft
Und das Blut in den Flüssen gerinnt
Im Namen des Fortschritts - das Ende beginnt

Irgendwas stimmt hier nicht
Das weißt du genau wie ich
Ich verlier' lieber mein Gesicht
Als daß ich später sage: wieso hast Du nicht
Schon früher Deinen Mund aufgemacht


Text & Musik: W. Michels im Dezember 1979

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Blues Man

1930
Down in New Orleans
Stand an der Ecke Rampart-Street
'n dünner schwarzer in Jeans
Stepptänzer aus dem Ghetto
Wo 's keine Arbeit gab
Wo alle Tage dunkel war'n
So dunkel wie die Haut
Was blieb ihm andres übrig
Als in den Tag zu tanzen
Für einen halben Dollar
Der in den Schlapphut flog

Blues Man Du gabst alles
Und was gab man Dir
Für jeden Song nur 'n Bier
Ich hoff', mir geht's nicht wie Dir

Wo's nicht schlechter werden kann
Da kann's nur Hoffnung geben
Und er wurde Spieler
Er spielte Lieder vom Leben
Und seine Finger tanzten
Nacht für Nacht auf dem Klavier
In dunklen Puffs in New Orleans
Für 'n par Damen und 'n Bier

Blues Man Du gabst alles
Und was gab man Dir
Für jeden Song nur 'n Bier
Ich hoff', mir geht's nicht wie Dir

Sie nannten ihn Professor
Mit seinen langen Haar'n
Er spielte heiße Rhythmen
Die er selbst erfand
Die hat man ihm auch noch gestohlen
Und Rock'n'Roll genannt
Und andere wurden damit reich
Professors Haare langsam bleich

Blues Man Du gabst alles
Und was gab man Dir
Für jeden Song nur 'n Bier
Ich hoff', mir geht's nicht wie Dir

Stepptänzer aus dem Ghetto
Wo 's keine Arbeit gab
Blues Man, der aus dem Dunkel kam
Und auch im Dunkeln starb

Blues Man Du gabst alles
Und was gab man Dir
Für jeden Song nur 'n Bier
Ich hoff', mir geht's nicht wie Dir


Text & Musik: W. Michels am 23. November 1980

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Helden am Straßenrand

In meiner Straße wohnt ein Mann
Der jetzt kaum noch sehen kann
Die Leute lachen, wenn er erzählt
Dabei hat er soviel erlebt
Und davon handelt mein Song

Er ist wie das Jahrhundert alt
Und hat schon viel geseh'n
Er sah Krieg und Frieden, Blut und Tränen
Kaiser und Führer kommen und geh'n
Er zweifelt, aber verzweifelt nicht
Wenn and're schweigen, schweigt er nicht
Er ist der erste in der Stadt
Der es fühlt und sieht
Wenn irgendwoher irgend jemand Unrecht geschieht
Dann schaut er mich an und sagt

Geh hin und hilf ihm
Geh hin und hilf ihm
Geh hin und hilf ihm raus

Denn die Helden am Straßenrand
Sind müde und wollen schlafen

Als er gerade vierzehn war
Da kam der große Krieg
Die Deutschen zogen in Frankreich ein
Und hofften auf den Sieg
Und als er noch nicht mal achtzehn war
Da luden sie ihn ein
Für Gott und Volk und Kaiserreich
Ein toter Held zu sein
Doch er schmiss die Knarre weg
Und sie holten und lochten ihn ein
Und niemand kam und rief

Geht hin und helft ihm
Geht hin und helft ihm
Geht hin und helft ihm raus

Denn die Helden am Straßenrand
Sind müde und wollen schlafen

Und als er 38 war, holte ihn die Gestapo ab
Sie schickten die Familie nach
Und Vater, Mutter, Freund ins Grab
Mit eiskaltem Lächeln
Und als der Zauber zu Ende war
Und alles in Trümmern lag
Da schwor er sich
Solang' ich seh'n und reden kann, geschieht das nicht nochmal
Da schwor er sich
Solang' ich seh'n und reden kann, geschieht das nicht nochmal
Und jetzt steht er einsam da

Geh hin und hilf ihm
Geh hin und hilf ihm
Geh hin und hilf ihm raus

Denn die Helden am Straßenrand
Sind müde und wollen schlafen


Deutscher Text: Rio Reiser im April 1981
Englischer Original-Text & Musik: W. Michels am 23. Mai 1968

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Deine Liebe

Manchmal gibt es Tage, da fühl' ich mich mies so wie Du
Dann bin ich rastlos und ohne Ziel, so wie Du
Hungrig und müde, unten im Tal, so wie Du
Und tausend Worte ändern daran nicht viel
Aber Deine Liebe, die gibt mir Kraft
Du bringst mich durch das tiefe Dunkel der Nacht
Deine Liebe, die gibt mir Kraft
Deine Liebe bringt mich durch's tiefste Dunkel der Nacht

Hundert Gedanken, die an mir nagen
Angst vor der Zukunft und tausend Fragen
Und all die Lügen, die ständig verwirr'n und verführ'n
Und will nur Dich und die Wahrheit jetzt spür'n
Halt' mich fest, Du gibst mir Kraft
Halt' mich fest und bring' mich durchs Dunkel der Nacht
Deine Liebe, die gibt mir Kraft
Du bringst mich durch das tiefe Dunkel der Nacht
Deine Liebe bringt mich durch's tiefste Dunkel der Nacht


Text & Musik: W. Michels im Mai 1981

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Weißt Du noch, was Liebe ist

In den Sternen steht die Zukunft
In den Büchern, was steht da
Viel von Brüdern und von Schwestern
Liebe Liebe, wo bist Du
Laß uns leben, laß uns lieben
Wer soll uns schon unterkriegen
Weißt Du noch, was Liebe ist
Ist da nichts, was Du vermißt

Laß und geben, nicht nur nehmen
Uns're Kinder woll'n noch leben
Wir woll'n fest zusammenhalten
Liebe Liebe, wo bist Du
Weißt Du noch, was Liebe ist
Manche wissen's leider nicht


Text: A. Michels & W. Michels im Juni 1981
Musik: W. Michels am 11. Dezember 1979

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